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Kreatives Schreiben Methoden

Nicht Kunst, sondern Werkzeug

Aus „Journals“ – Die Tagebücher von Kurt Cobain

Ganz einfach gesagt: Sketchnotes sind Notizen aus Worten und Bildern. Das Wort setzt sich zusammen aus Sketch (engl.: Skizze, Abbildung) und Note (engl.: Notiz). Die Besonderheit: Durch die Kombination von Wort und Bild werden Aufzeichnungen doppelt im Gehirn verankert – und dadurch besser behalten.

Auf dem Blatt einer Sketchnote können die Worte und Bilder linear, strahlenförmig, wie in einer Mindmap oder zufällig verteilt sein. Die Absicht dahinter: Sketchnotes sollen Notizen leichter verständlich machen und für eine bessere Erinnerung daran sorgen. 

Dafür sorgt der „Bildüberlegenheits-Effekt“ (Picture Superiority Effect), den auch der Volksmund kennt: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“. Die doppelte Darstellung in Wort und Bild schafft eine doppelte Codierung, an die sich das Gehirn lieber erinnert als an Textwüsten. Kurz: Das Gehirn liebt Bilder mehr als puren Text.

Für kreative Brainstorms

Die Einsatzgebiete sind privat, aber auch beruflich. So eignen sich Sketchnotes ebenso fürs Tagebuch oder private Listen, man kann damit aber auch Meetings, Präsentationen und Events vorbereiten. 

Kreative können sich beim Brainstorming oder dem Finden neuer Ideen beflügeln lassen. Angeblich entstanden sogar die ersten Entwürfe für den Social-Media-Dienst Twitter als Sketchnotes.

Sketchnotes lassen sich mit Kugelschreiber, Markierer oder Bleistift auf Papier anfertigen, aber auch mit Tablet-Computern. Dort simulieren grafische Apps die Arbeit mit Farben und Stiften, sie bieten aber auch Symbole und Effekte. Farbe kann gewissen Elementen mehr Bedeutung verleihen oder die Lesbarkeit der Aufzeichnungen erleichtern.

Zur Beruhigung: Für Sketchnotes muss niemand künstlerisch zeichnen können, denn es geht hier nicht um Kunst, sondern um ein Werkzeug zur Arbeit mit Inhalten. 

Weitere Infos:

Sketchnotes – Bücher und Zubehör

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Papier vs. Elektronik: 28 Thesen

Beim Zeit-Management steht man noch immer vor der Entscheidung: Notebook oder Notizbuch, Elektronik oder Papier? Hier einige Anregungen, um das Beste aus beiden Welten zu erhalten.

Vorteile eines Zeitplanbuches

  • Auf Papier lassen sich komplexe Strukturen und Zusammenhänge einfacher skizzieren
  • Ein Zeitplanbuch lässt Individualität, Stil und Kreativität zu
  • Notizen per Hand filtern das Entscheidende heraus
  • Private Gedanken vertraut man lieber einem Papier an
  • Optimal, um schnelle Notizen festzuhalten
  • Das Blättern im Zeitplanbuch ist bequemer
  • Was man auf Papier liest, wird besser behalten
  • Papier braucht keinen Strom
  • Papierplaner sind robuster, dürfen auch mal runterfallen
  • Ein Zeitplanbuch ist preisgünstig
  • Erhältlich in Papierformaten von Mini bis DIN-A4
  • Unbegrenzte Archivierung

Nachteile eines Zeitplanbuches

  • Wiederkehrende Termine müssen manuell eingegeben werden
  • Jeder kann in einem fremden Zeitplanbuch lesen
  • Wer sein Zeitplanbuch verliert, verliert alle Aufzeichnungen

 

Vorteile elektronischer Geräte

  • Notizbuch-Apps verarbeiten Audio, Bilder und Videos
  • Kommunikation über E-Mail und Social Media
  • Synchronisation über die Cloud
  • Smartphones und Tablets haben hochwertige Kameras
  • Wozu mehrere Geräte, wenn man das Smartphone/Tablet immer dabei hat?
  • Apps lassen sich schnell nach Begriffen durchsuchen
  • Apps erinnern mit einem Alarm an Termine
  • Wiederkehrende Termine (Geburtstage, Feiertage) werden automatisch angezeigt
  • Inhalte lassen sich durch Passwort oder Fingerabdruck sichern
  • Zugriff auf Tausende von Apps

 

Nachteile elektronischer Geräte

  • Abhängig von Strom
  • Empfindlicher als ein Zeitplanbuch
  • Kostspielig in der Anschaffung

Das Fazit: Beide Systeme haben einzigartige Vorzüge. Dies sollte dazu führen, dass man beide verwendet. Vielleicht dazu der Autor selbst:

„Wie fast jeder heute, habe ich mein Smartphone überall dabei. Damit kann ich über Telefon, Mail oder WhatsApp kommunizieren, Fotos aufnehmen und alle Infos abrufen, die ich am Schreibtisch ins MacBook eingegeben habe. 

Im Büro bleibt mein Filofax, mit dem ich Projekte und Details plane. Der Vorteil: Überholte Inhalte kann ich entweder wegwerfen oder in einem separaten Filofax archivieren.

Manchmal habe ich den Filofax auch unterwegs dabei und kann in Ruhe durchlesen, wo ich stehe und was in Zukunft wichtig werden kann.“

 

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