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Kreatives Schreiben Methoden

Mit Bullet Points überzeugen

Fasse dich kurz! Es ist keine Kunst, lange Sätze zu schreiben. Nur: Die meisten Leser nehmen sich keine Zeit dafür. Du musst schon etwas nachdenken, damit ein kurzer Satz prägnant wird.

Dem amerikanischen Journalist und Verleger Joseph Pulitzer wird dieser Satz zugeschrieben:

  • Schreibe kurz – und sie werden es lesen.
  • Schreibe klar – und sie werden es verstehen.
  • Schreibe bildhaft – und sie werden es behalten.

In amerikanischen Business Writing findet man immer häufiger diese „Bullet Points“. Sie sind eine Aufzählung von Argumenten, jedes ist durch einen fetten Punkt markiert.

Die englische Vokabel „Bullet“ steht für eine Patrone, mit der sich ganze Salven von scharfen Schüssen abfeuern lassen. Damit kannst auch du deine Texte anreichern – und darauf warten, dass deine Schüsse ins Schwarze treffen.

Mit Bullet Points kannst du Listen, Anleitungen oder eine Zusammenfassung besser rüberbringen. Dazu folgende Tipps:

  • Markiere das wichtigste Wort, z.B. mit Fettschrift oder Unterstreichung.
  • Deine Bullet Points sollten einen gleichmäßige Struktur aufweisen, z.B. ein Verb oder eine Frage enthalten.
  • Wenn du Fragezeichen verwendest, sollten alle Bullets damit enden.

Wenn du zu viele Bullet Points hast, mache separate Listen daraus. Dein Text liest sich danach viel flüssiger.

  • Vollständige Sätze sollten mit einem Punkt enden, Phrasen der Fragmente ohne Punkt
  • Vermeide Worte wie „zweitens“ oder „ein weiteres Argument“, sie verlangsamen deinen Text.
  • Achte auf die Reihenfolge deiner Bullet Points, sie sollte schlüssig sein.

Aber was hast du als Schreiber und deine Leser als Adressaten vom Bullet Pointing? 

  • Du wirst feststellen, dass deine Texte kürzer und knapper werden. 
  • Du musst nicht mehr über Nebensätze und Satzstruktur nachdenken.
  • Deine Leser verstehen viel schneller, was du ihnen vermitteln willst.

Vielleicht meinst du jetzt, Bullet Points sind eine Wunderwaffe für alle Zwecke. Leider nein! 

Das Bulletpointing stammt aus dem Geschäftsleben, wo alles schnell gehen muss. Für Gefühle ist da wenig Platz.  Für dich gilt daher: Bei sensiblen Themen solltest du Bullet Points vermeiden, denn sie verkörpern Effizienz, aber keine menschliche Wärme.

Wenn du aber eine Message hast, die schnell verstanden werden soll, dann schreibe wie Pulitzer. Und verwende Bullet Points. Viel Erfolg dabei!

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