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Kalender Notizbuch

Gestatten: Hobonichi, Deep Red

Jetzt liegt ein Hobonichi vor mir auf dem Schreibtisch: Der „Deep Red“ im Format „Weeks“, das dritte Format neben DIN A5 und DIN A6. Der Einband fühlt sich etwas rau, aber belastbar an, und der Planer liegt geöffnet nicht flach auf der Unterlage. 

Die Einteilung ist wie in den anderen Planern von Hobonichi: Es beginnt mit zwei Jahresübersichten auf je einer Seite mit winzigen Feldern für den einzelnen Tag. Gefolgt von einer Monatsübersicht mit breitem karierten Rand für weitere Einträge, danach ein Wochenkalender mit sieben Tagen auf der linken Seite und einer karierten Notizseite rechts. Nach 75 nummerierten Notizseiten folgt ein Infoteil auf Japanisch.

Das Tomoe River 52N Papier des Hobonichi ist dünn, aber auch beständig gegenüber einem Füller oder Stabilo-Markierer. Das Papier wiegt 52 g/qm und ist damit noch leichter als die 70 g/qm des Moleskine. Es ist in mehreren Grautönen ganz dezent bedruckt, für die Sonntage im Monatskalender wird ein elegantes Hellrot verwendet. Die Kästchen messen 4×4 mm statt der bei uns gewohnten 5×5 mm.

Im unteren Teil des Wochenkalenders steht ein Spruch oder Zitat – allerdings auf japanisch. Einzelne Modelle des Hobonichi gibt es auch mit englischen Texten, die jedoch gegenüber dem Original gekürzt wurden.

Noch etwas zum Papier: Die Tomoegawa Papierfabrik am Fluss Tomoe wurde 1914 in Shimizu gegründet, heute eine Stadt mit 240.000 Einwohnern. Das Unternehmen aus Tokio produziert Zellstoff, Papier und Pappe und beschäftigt über 1.300 Mitarbeiter. Die wichtigsten Papiere sind das Tomoe River 52N und das etwas schwerere 68N mit 68 g/qm, das aus dem Zeitungsdruck stammt.

Eine Besonderheit des Hobonichi Techo sind die Cover zu den Planern. Sie sind aus Nylon, Stoff oder Leder und kommen jedes Jahr in vielen Farben und Mustern und von vielen unabhängigen Herstellern. Zu den Covern erhält man sogar ein durchsichtiges oder gemustertes Cover aus PVC. 

Wo erhältlich? 

Du kannst einen Hobonichi Techo über die Homepage des Herstellers kaufen, allerdings nur mit Kreditkarte. Der Planer wird dann aus Japan versandt und kann länger unterwegs sein. Da Japan nicht zur EU gehört, musst du als Käufer deinen Hobonichi selbst verzollen. Dafür sind beim örtlichen Zollamt 19 % Einfuhrumsatzsteuer zu zahlen.

Ein Tipp: Wenn du dir einen Kalender von Hobonichi besorgst, bist du unter den Ersten, die ihn hier besitzen. Bei Amazon erhältst du deinen Hobonichi ganz schnell und problemlos

Weitere Infos:

www.1101.com

www.luiban.de

https://www.tomoegawa.co.jp/english/corporation/group.html

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Kalender Notizbuch

Ein Fotobuch als Terminkalender

Auch ein Fotobuch eignet sich als Terminkalender, es bietet sogar einige Vorteile. Das wollte ich ausprobieren und bastelte mit einer Fotobuch-App mein ganz eigenes Exemplar mit 28 Fotos.

Nach fünf Werktagen durfte ich den Terminkalender in meinem Drogeriemarkt abholen: Ein nagelneues Fotobuch im A5-Hochformat von 15 x 21 cm, mit Doppelringbindung und insgesamt 128 Seiten.

Neben dem Wochenkalender gibt es Infos über Schulferien und Feiertage (obwohl die heute kein Mensch mehr mit dem Kalender sucht), Seiten für Adressen und Notizen. Das Cover und 14 Seiten sind beidseitig mit Fotos bedruckt. Der Einband mit zwei transparenten Deckeln wirkt so robust, dass es der Kalender im Rucksack, der Handtasche oder dem Aktenkoffer bestimmt lange aushält.

Die Vorteile des Fotokalenders

  • Startmonat frei wählbar
  • Liegt geöffnet flach auf
  • Liegt in A5 oder A4 auf dem Tisch
  • Mit vielen Lieblingsfotos

Das Fotobuch entstand bei Cewe, dem größten Fotolabor in Europa, und zwar im Digitaldruck, der sich optimal für eine Auflage von einem Exemplar eignet. Laut Cewe hat das Papier eine Stärke von 250 g/m² und eine seidenmatte Oberfläche. Dagegen ist das Papier im Moleskine mit 70 g/m² oder gar im Hobonichi mit 52 g/m² sagenhaft dünn.

Eine Woche ist auf zwei Seiten untergebracht, jede zeigt Jahr, Monat, Tag, Wochentag und rechts unten eine Monatsübersicht, wegen der Samstag und Sonntag zu einem einzigen Feld zusammengezogen sind.

Herkömmliche Kalender beginnen im Januar oder Juli, das Fotobuch kann man mit einem beliebigen Anfangsmonat bestellen. Dafür bleibt der Preis das ganze Jahr stabil, während die Jahreskalender bereits im ersten Quartal oft stark reduziert sind.

Im Vergleich zu Terminkalendern, die auch um die 20 Euro angeboten werden, ist die Ausstattung im Fotobuch aber sparsam: Es gibt keinen Stifthalter, keine Froschtasche, kein Lesebändchen und kein Gummiband. Das lässt sich aber verschmerzen, denn zur Not kann man diese Features auch in Eigenarbeit nachrüsten.

Zur Doppelringbindung: Die Hersteller von Notizbuch und Kalender sind stolz, wenn ihre Bücher vollkommen flach auf einer Oberfläche liegen. Bei einer Doppelringbindung ist das kein Problem, man kann das Buch sogar so hinlegen, dass nur die Hälfte einer Woche im Format A5 auf dem Schreibtisch liegt. 

Aber wie kriegt man dieses Fotobuch? Cewe Fotowelt ist eine kostenlose App mit einem Editor zur Gestaltung der Buchseiten. Zuerst hat man eine Auswahl an Kalendern und Jahresplanern für den Schreibtisch, die Aktentasche oder die Wand. Die App bietet viele Designs und Vorlagen zur Gestaltung der Kalenderseiten. Man kann sich das Fotobuch zusenden lassen oder einem Drogeriemarkt abholen und dort an der Kasse bezahlen.

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Dieser Beitrag enthält Werbung für das Fotobuch von Cewe. Durch das Anklicken der Links entstehen dir keine Kosten

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Hersteller Notizbuch

Starke Planer aus Fernost

Kaum ein Land hat eine so lange Tradition in der Papierherstellung wie Japan – oder in der Kunst, Papier zu falten: Origami. Wer einen Kalender oder ein Notizbuch sucht, findet in Japan sehr schöne Produkte – und nicht nur von Hobonichi.

 

  • Nur 8x in Deutschland

Muji ist eine 1980 gegründete japanische Handelskette mit über 20.000 Mitarbeitern und 800 Filialen in 26 Ländern. Als Eigenmarke der Seibu-Kaufhauskette hat Muji heute über 7.000 Artikel im Programm, die einen Weltumsatz von über 3,7 Milliarden Euro bringen.

Es sind No-Name-Produkte, nicht überteuert, aber von einer bezaubernden Ästhetik. Das Erfolgsrezept von Muji: Die Produkte sind preisgünstig, stammen aber von namhaften Designern aus der ganzen Welt.

In Deutschland hat Muji acht Läden, drei davon in Berlin. Sie verkaufen Schreibwaren, Büroartikel, Kosmetika, Kleidung und Möbel. In den „Fünf Höfen“ in München haben wir eine ganze Reihe von Kalendern und Notizbüchern gefunden, die meisten in schlichtem braunen Papier, das sich sehr angenehm anfühlt.

Weitere Infos: www.muji.eu

 

  • Zeitplaner für die Industrie

Nolty ist wie Pagem eine Notizbuch-Marke der Japan Management Association (JMA). Seit seiner Einführung im Jahr 1949 sollte das „Efficiency Notebook“ die Manager in Wirtschaft und Industrie schneller und produktiver machen. 

Zunächst wurde das Notizbuch an die Mitglieder des Verbandes verschenkt, seit 1958 an jedermann verkauft. 2013 entstand daraus die Marke Nolty, 1991 war bereits die Marke Pagem erschienen. 

Das Notizbuch von Nolty enthält eine Zeitskala statt einer leeren Fläche für den Planungszeitraum. Die Größe richtete sich nach der Postkarte, dem damals führenden Medium im Geschäftsleben, und das cremefarbene Papier ist dünn und leicht zu beschreiben.

Weitere Infos: https://nolty.jp

https://pagem.jp

 

  • Ausgezeichnetes Design

Die japanische Marke Stalogy steht für „Standard & Technology“ und gehört einer Tochter des japanischen Chemiekonzerns Nitto Denko, 1918 in Osaka gegründet und heute über 30.000 Mitarbeiter stark.

Stalogy ist auf Haushaltsprodukte und Schreibwaren spezialisiert, darunter auch Notizbücher und Kalender. Ein Notizbuch von Stalogy hat Felder für Uhrzeit, Nummer, Datum und Wochentag sowie ein kariertes Raster. Diese Elemente werden auf jeder Seite in dezentem Hellgrau gedruckt.

Das Notizbuch liegt geöffnet ganz flach auf und lässt sich um fast 360 Grad durchbiegen. Das dünne Papier verträgt Bleistift, Kugelschreiber und laut Hersteller sogar Füllfederhalter. Das Notizbuch der Editor’s Series von Stalogy wurde in Japan mit mehreren Design-Preisen ausgezeichnet.

Weitere Infos: http://stalogy.jp

 

Bei aller Faszination dieser schönen Produkte bitte bedenken:

  • In Japan wird seit Jahrhunderten fast nur sehr dünnes Papier verwendet – deine Schrift kann darauf ausfransen oder durchdrücken
  • Wer ein Notizbuch direkt in Japan kaufen will, muss Bestellungen über 22 Euro incl. Versand selbst verzollen
  • Ein Kalender oder Notizbuch aus Japan ist zumeist nur in englisch und japanisch beschriftet

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Kalender Notizbuch

Hobonichi Techo – Absoluter Kult aus Japan

Der Hobonichi Techo – ein absoluter Bestseller aus Japan

Was diesen Planer so interessant macht: In Japan ist der Hobonichi Techo endlos begehrt. Zweimal jährlich, im Februar und September, erscheint eine neue Kollektion, und dann beginnt ein riesiger Ansturm auf das Notizbuch, die Hüllen und das Zubehör.

Für den Hobonichi Techo gibt es jede Menge Hüllen und Zubehör

Das japanische Schriftzeichen für „Techo“ bedeutet „Planer“. Ganz einfach. Inzwischen hat Hobonichi mehrere unterschiedliche Planer im Programm, doch sie haben viel gemeinsam:

Ganz, ganz dünnes „Tomoe River“-Papier mit 52 g/qm, laut Hersteller auch mit Füller und Markierer zu beschriften. Eine Bindung, damit der Hobonichi immer flach auf einer Oberfläche liegt. Innen in Anthrazit und Rot bedruckt, gerundete Ecken und sogar eine Seriennummer. Für alle Planer gibt es eine reiche Auswahl an Hüllen und Zubehör, sowohl von Hobonichi selbst als auch von anderen Anbietern.

Die Modelle des Hobonichi Techo

  • Hobonichi Techo Original

Der ursprüngliche Hobonichi Techo im kompakten A6-Format -seit seiner Einführung im Jahr 2002. Jeder Tag hat eine Seite auf Millimeterpapier, die Tageszitate sind in Japanisch. 

  • Hobonichi Techo Planner

Wie das Original hat auch der Hobonichi Techo Planner eine A6-Seite pro Tag – aber in englischer Sprache. Der ursprüngliche Inhalt wurde stark reduziert und vereinfacht, damit man das Notizbuch in möglichst vielen anderen Ländern nutzen kann.

  • Hobonichi Techo Day-Free

Der Hobonichi Techo Day-Free ist ein Monatskalender mit einem Notizbuch auf Millimeterpapier. Gedacht für Benutzer, die nicht täglich etwas aufschreiben, sodass keine leeren Seiten im Notizuch entstehen. Der Day-Free ist in A6 (Original) oder A5 (Cousin) erhältlich. Auf jeder Seite gibt’s Zitate in Japanisch, dazu ein Daumenkino unten rechts

  • Hobonichi Techo Weeks

Hebt sich durch das schlanke Format einer Brieftasche von den übrigen Planern ab. Layout mit einem Wochenkalender links und Millimeterpapier rechts. Obwohl dieser Hobonichi auf den ersten Blick recht schmal wirkt, enthält er noch 71 freie Seiten für Notizen. Obwohl für den Weeks zusätzliche Hüllen angeboten werden, kommt man auch gut ohne sie aus.

  • Hobonichi 5-Year Techo

Der 5-Jahres-Techo hat 5 Spalten für jeden Tag in fünf Jahren. Das Buch ist als „Hobonichi 5-Year Techo“  in A6 und als „Large Hobonichi 5-Year Techo“ in A5 erhältlich.

Hobonichi Techo -bunt und vielseitig. Fotos (3): Hobonichi

Die Bezugsquellen

Aber wo kriegt man den begehrten Hobonichi Techo? Als Japaner könntest du die Tobichi Shops in Tokyo und Kyoto besuchen oder das Hobonichi CultureN in Shibuya PARCO nahe der Stadt Kawasaki. Dort erhältst du mit deinem Planer sogar ein kostenloses Geschenk, vielleicht einen Stift oder Lesezeichen.

Online bestellen kannst du beim Hobonichi Techo Official Store. Dort solltest du jedoch hohe Versandkosten einplanen, außerdem musst du alle Sendungen selbst verzollen.

In deutschen Geschäften ist der Hobonichi nur schwer zu kriegen. Auf der Homepage listet Hobonichi nur eine Bezugsquelle in Berlin auf: https://www.luiban.com

Ein Tipp: Wenn du dir einen Kalender von Hobonichi besorgst, bist du unter den Ersten, die ihn hier besitzen. Bei Amazon kannst du einen Hobonichi ganz schnell und problemlos bestellen

 

Weitere Infos: 

http://hobonichiplanner.com

https://www.1101.com/store/techo/en/

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Hersteller Notizbuch

Paperblanks: Kunst aus Kanada

Im Buchladen fallen sie sofort auf: Aufwändiger Einband, verspielte Optik, wertige Verarbeitung. Die Notizbücher von Paperblanks sind ein Hingucker, den man ganz intuitiv in die Hand nehmen möchte.

Ein auffälliges Notizbuch von Paperblanks. Fotos (2): Paperblanks

Und so begann’s: Anfang der 1990er Jahre lernte Vic Marks, ein kanadischer Autor und Verleger, die Inderin Supriti Bharma kennen. Aus der kreativen Chemie zwischen Vic und Supriti entstand 1992 das erste Notizbuch von Paperblanks.

Vom ersten Büro in Vancouver, Kanada begann die Expansion, sodass die Notizbücher von Paperblanks heute in 100 Ländern erhältlich sind. Auch wurde die Produktion von Umschlag, Bindung, Verschluss und Innendesign des Buches nach China verlagert.

 

Die Meilensteine von Paperblanks:

1992 –  Erste Kollektion in Vancouver, Kanada

1995 – Einführung der Literarischen Handschriften

2002 – Paperblanks ist in Europa erhältlich

2002 – Erster Einband mit Magnetverschluss

2004 – Eröffnung der europäischen Zentrale in Dublin

2005 – Neben Notizbüchern auch Kalender und Adressbücher im Programm

2010 – Erste Buchschließe aus Metall

2011 – Erste Muster mit Farbschnitten

2018 – Stifte-Etuis im Programm

2018 – Dot-Grid Planner für Bullet Journals

2019 – Neues Erscheinungsbild und Logo

 

Eine nützliche App

Für Smartphones ist die kostenlose Journal Prompts App erhältlich, zurzeit aber nur in Englisch. Sie liefert Anregungen zum kreativen Schreiben oder Journaling.

Man schüttelt das Handy, um eine zufällige Übung angezeigt zu bekommen, dazu eine kurze Anleitung zum Schreiben oder Skizzieren. Jede Übung besteht aus einem Satzanfang, den du selbst weiterführen oder beantworten musst. Die App soll dabei helfen, neue Themen zu finden, über die du in deinem Notizbuch oder Kalender schreiben könntest.

 

Handwerklich innovativ

Hinter Paperblanks steht der kanadische Verlag Hartley & Marks aus Vancouver. Das Unternehmen wurde 1972 gegründet, verlegt aber keine neuen Bücher mehr. Im Programm sind nur noch zwei langjährige Bestseller über Typografie und japanische Holzbaukunst.

2003 entwickelte Hartley & Marks erste Prototypen für neue Notizbuch-Serien und Formate. Daraus entstand 2007 das Projekt „Paper-Oh“. Es besteht aus Notizbüchern mit eigenwilligem Design und handwerklicher Papierkunst.

Weitere Infos:

https://www.paperblanks.com/de/

http://www.paper-oh.com

http://www.hartleyandmarksgroup.com

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Digital Kalender Notizbuch

Notizbuch oder digital?

„Ein Zeitplanbuch, so etwas Altmodisches! Gibt es diese Dinger überhaupt noch?“ So ein Satz ist sehr gut denkbar. Und: „Ich habe ein Smartphone. Damit erledige ich alles!“

Völlig richtig: Dein Smartphone speichert Telefonnummern, Mail-Adressen und Termine. Dazu kommt das endlose Angebot an Apps, mit denen das Handy immer mehr Aufgaben erledigen kann. Und natürlich die Kameras, die technisch immer besser werden.

Im Datenverbund mit dem PC oder Notebook werden die Handy-Inhalte synchronisiert. Dadurch hat man auf dem Mobilgerät seine Dateien und Arbeit vom Schreibtisch immer mit dabei. Umgekehrt wäre es eine ziemliche Fummelei, mit der kleinen Tastatur des Handys längere Texte einzutragen.

Aber: Wer unterwegs mit dem Smartphone oder Tablet fotografiert, hat seine Bilder bereits auf dem Notebook und PC, sobald er es auf dem Schreibtisch wieder anschaltet. Zumindest in der Systemwelt von Apple, wo die Daten der Anwender in der iCloud gesichert sind. 

Dass die iCloud von Apple alles über ein Rechenzentrum in den USA speichert, könnte die Datenschützer so richtig aufregen. Nur: Was du als privater User an Fotos oder E-Mails besitzt, interessiert keinen Geheimdienst der Welt. Für Großunternehmen, Behörden oder Kriminelle aber gilt: Wer brisante Datenbestände besitzt, weiß das vorher und kann geeignete Vorkehrungen treffen.

Aber wozu noch ein Zeitplanbuch? Auf keinen Fall, um den Kalender doppelt zu führen. Denn diese Mühe führt zu nichts. Aber: Wer Notizen schriftlich festhält, statt sie ins Handy einzutippen, erinnert sich besser an das Geschriebene. „Denken mit der Hand“, so bringt es der Notizbuchhersteller Leuchtturm auf den Punkt.

Was du in ein Smartphone oder Notebook eintippst, lässt sich viel schwerer wiederfinden als Notizen in einem Zeitplanbuch, das du einfach durchblättern kannst – oder einzelne Seiten einem Stabilo oder Lineal markierst.

Sehr häufig hört man auch das Wort „Haptik“, also die Lehre vom Tasten, wie es der Duden erläutert. Es ist schon ein besonderes Gefühl, ein Buch statt eines Readers oder eine Zeitung statt eines Online-Artikels zu lesen. 

Das Schreiben mit einem Stift auf Papier gibt ein sinnliches Gefühl, da es glatt, rau, zerknittert oder stark gemasert sein kann. Aber auch, was dabei rauskommt, ist interessant: „Ich reise niemals ohne mein Tagebuch. Man sollte immer etwas Aufregendes zu lesen bei sich haben,“ wie der englische Autor Oscar Wilde zitiert wird.

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Hersteller Kalender Notizbuch

Wie Moleskine ein Bestseller wurde

Hier gibt’s den Moleskine in einer riesigen Auswahl!


Das Notizbuch von Moleskine kennt jeder. Es gibt sich betont klassisch, mit dem beschichteten Karton, der Falttasche am Buchende und dem genähten Buchrücken, damit das Notizbuch beim Aufschlagen flach aufliegt. 

Und immer wieder der Hinweis, wer so ein Notizbuch schon benutzt haben soll, darunter Hemingway und Picasso. In der Tat: Das Vorbild des Moleskine waren französische Notizbücher aus dem 19. und 20. Jahrhundert, wie sie Künstler und Schriftsteller gerne kauften. 

Doch die Nachfrage ging zurück, in den 1980ern war der Markt für Notizbücher ganz unten. Vielleicht lag es an den elektronischen Zeitplanern, deren Siegeszug zu dieser Zeit begann.1997 erkannte der kleine Verlag Modo&Modo aus Mailand diese Marktlücke, ließ den Begriff Moleskine schützen und nahm die Produktion der Notizbücher wieder auf.

Durchstarten mit einem Klassiker

Und der Erfolg war riesig! Modo&Modo konnte bis 2006 die Nachfrage kaum noch abdecken. Einfach jeder wollte so ein Notizbuch von Moleskine besitzen. Die Dinger waren ja einfach geil.

Wie jedes Massenprodukt, muss auch Moleskine einige Kritik einstecken. Dass die Papierstärke nur 70 g/qm beträgt, wird oft als Mangel angesehen, zumal andere Hersteller auf 80 g/qm oder mehr setzen. Andere vermissen perforierte Seiten zum schnellen Heraustrennen oder einen serienmäßigen Stifthalter.

Statt aus eigener Kraft zu wachsen, wurde die Expansion mit Fremdkapital finanziert und die Eigentümer mehrmals gewechselt. 2013 ging Moleskine an die italienische Börse. Ende 2016 wurde die Marke von dem belgischen Unternehmen D’Leteren gekauft und von der Börse zurückgezogen. 

Pläne für die Zukunft

Heute beschäftigt Moleskine über 500 Mitarbeiter und produziert auch Taschen, Stifte, Etuis und Lesepulte, entworfen von italienischen Designern, aber in Fernost und der Türkei produziert.

Zusammen mit einem italienischen Partner startete Moleskine 2017 ein Programm für Start-ups, die Projektvorschläge für das Notizbuch einreichen sollten. 2019 gewann die Moleskine Flow App den Apple Design-Preis für exzellentes Design und Innovation. 

Die App ermöglicht digitale Zeichnungen und Notizen wie mit mehreren Papiersorten, Farbstiften und Maltechniken. Die Flow App kann kostenlos geladen werden, allerdings gibt es den Zugriff auf alle Funktionen nur gegen Bezahlung.

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Filofax Kalender Notizbuch

Womit kriegst du deine Zeit in den Griff?

Ganz aktuelle Planer und Kalender findest du hier!


Termine, Aufgaben und Kontakte überblicken: Das alles geht mit dem Tablet oder Smartphone, aber auch auf Papier. Hier einige Anregungen.

  • Das klassische Notizbuch

Kriegt man an jeder Ecke, die gängigen Formate sind A5 und A6. Mit einem Notizbuch sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Es eignet sich als Tagebuch oder Skizzenbuch, aber auch als Bullet Journal oder zum Journaling.

Ein Nachteil: Sobald Einträge erledigt, vergangen oder durchgestrichen sind, wird dein Notizbuch unübersichtlich. Oder du hältst die ersten Seiten für ein Inhaltsverzeichnis frei.

Führende Anbieter sind Moleskine, Leuchtturm oder Brunnen

  • Das Coaching-Notizbuch

Wie ein herkömmliches Notizbuch, nur mit nummerierten Seiten, Formularen und Kalendern. Einige haben feste Rubriken, in die du täglich etwas über dich selbst schreibst. Mehrere Anbieter behaupten, dass du damit dein Leben besser bewältigst. Einige dieser Notizbücher haben eine eigene ISBN-Nummer, damit sie auch über Buchhandlungen oder Versender bezogen werden können.

  • Die Jahreskalender

Erhältlich in A4 und größer für die Wand, in A5 für den Schreibtisch oder A6 für die Tasche. Du kriegst sie supergünstig im Euro-Shop oder als Luxusmodell mit Leder und Goldschnitt. 

Viele Kalender haben noch Infoseiten über Autokennzeichen, Schulferien oder Maßeinheiten, obwohl das heute kaum noch jemand im Kalender nachschlägt. 

Was uns als neu aufgefallen ist: Im Trend ist die Einteilung der Woche auf zwei Seiten mit einem Kalender links und einer Seite für Notizen rechts.

  • Kalendersysteme

Das sind Notizbuchhüllen aus Leder oder ausgefallenem Material, sie nehmen mehrere Notizbücher auf und werden durch Klammern oder ein Gummiband zusammengehalten.

Zu den Anbietern gehören Paper Republic, Roter Faden oder Eisvogel.

Aber Vorsicht: Achte darauf, dass die Booklets ein gängiges Format haben, sonst bindest du dich alternativlos an einen Anbieter.

  • Das Zeitplanbuch

In den 80ern erreichte die Zeitplanung mit dem Filofax ihren Höhepunkt. Das sind Ringordner aus Leder oder Kunststoff, gefüllt mit Kalender, Notizpapier und allem möglichen Zubehör. Heute haben diese Zeitplaner ihre beste Zeit hinter sich, doch noch immer viele Anhänger. 

Bei den Einlagen besonders beliebt ist das Format Personal des Filofax, es misst 95 x 171 mm. Der Vorteil: Die Einlagen für Kalender, Listen oder Blankoseiten lassen sich beliebig kombinieren, archivieren oder wegwerfen. So kannst du zum Jahreswechsel den Kalender des Vorjahres komplett rausnehmen und ersetzen, während die Notizen im Zeitplaner bleiben. Flexibler geht’s kaum.

Zu den Anbietern gehören Filofax, Chronoplan oder Time/system

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Notizbuch

Tipps zum Notizbuch kaufen

Hier findest du einige Merkmale, nach denen sich Notizbücher unterscheiden. Überlege dir, welche davon wichtig für dich sind.

  • Stiftschlaufe

Ein wichtiges Merkmal ist die Stiftschlaufe am hinteren Umschlag. Wenn dein Notizbuch keine hat, kannst du sie sogar nachkaufen und einkleben. Kostet aber mehrere Euro, was oft in keinem Verhältnis zum Preis des Notizbuchs steht.

  • Layout, Lineatur

Du kriegst Notizpapier in mehren Lineaturen: liniert, kariert, blanko oder punktkariert (dotted). Achte darauf, dass es wirklich nur Hilfslinien sind, also nicht zu stark gedruckt oder in einem dezenten Grauton gehalten.

  • Innendruck

Dein Notizpapier kann gänzlich unbedruckt oder mit Seitenzahlen bedruckt sein, was ganz praktisch für ein eigenes Inhaltsverzeichnis ist. Ein Coaching-Notizbuch ist sogar durchgehend mit Fragen oder Zitaten bedruckt. Der Besitzer soll diese Seiten ausfüllen, um sich über Wünsche, Ziele oder ähnliches klar zu werden.

  • Perforation

Sehr praktisch sind perforierte Notizblätter, die herausgetrennt, weitergegeben oder gescannt werden können. Bei Worknotes sind alle Seiten perforiert, bei Leuchtturm 1917 nur einige im hinteren Teil. Recht verbreitet sind auch abreißbare Ecken, die den Stand des Jahres markieren.

  • Ausstattung

Standard sind ein Gummiband, die Froschtasche am hinteren Umschlag oder ein bis zwei Lesebändchen. Einige Hersteller wie Weekview fügen ihren Kalendern auch noch Sticker und Aufkleber bei, mit denen man Termine oder wichtige Aufgaben markieren kann. Es gibt auch Etiketten zum Aufkleben, um die Archivierung zu erleichtern.

  • Der Preis

Für ein solides Notizbuch solltest du 10 bis 20 Euro ausgeben, abhängig vom Papierformat. Natürlich gibt es viel günstigere Angebote, meistens hergestellt in Fernost und entsprechend sind Optik, Material und Verarbeitung. Bei diesen Produkten siehst du schon auf den ersten Blick, dass sie nichts Besonders sein können. Sehr preisgünstig sind auch Schulhefte in den gängigen Formaten. Aber: Auch die haben schon zahlreichen Autoren und Gründern zu viel Erfolg verholfen. 

Dein Notizbuch: Darauf kommt’s an

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Notizbuch

Ein Notizbuch kaufen: Darauf kommt es an

Ein Notizbuch ist wirklich nichts Besonderes. Stimmt, das Angebot ist riesig. Hier liest du, wie du eines findest, das gut zu dir passt.

Eins vorweg: Da du dein Notizbuch sehr häufig in die Hand nehmen wirst, solltest du dich für ein hochwertiges Produkt mit guter Ausstattung entscheiden. Daran hast du von Anfang an viel Freude, aber auch, wenn du es nach Jahren mal wieder in die Hand nimmst.

  • Format
    DIN-A4 mit 21 x 29,7 cm ist die Standardgröße im Büro, in dieser Größe kriegst du auch Notizbücher. Sie passen gut auf den Schreibtisch und gerade so in den Rucksack oder die Laptop-Tasche. Nur halb so groß ist das Format A5, und die Hälfte davon ist DIN-A6, die Größe des klassischen Notizbuches.
  • Papierstärke
    Fürs Schreibgefühl entscheidend ist die Dicke des Papiers. Man hat sich darauf geeignet, die Stärke in Gramm pro Quadratmeter anzugeben. Hersteller wie Moleskine verwenden Papier mit 70 g/qm, was einigen Käufern jedoch zu dünn erscheint. Am oberen Ende liegen Papiere mit 100 g/qm, die von Worknotes und anderen Herstellern angeboten werden.
  • PapierqualitätDie Stärke eines Papiers hat nichts mit dessen Qualität zu tun. So verwenden die hochwertigsten Bibeln extremes Dünndruckpapier, aber das von höchster Qualität. Für den privaten Schreiber sind andere Dinge wichtig: Dazu gehört die Farbe: Statt in reinem Weiß werden auch Notizbücher mit Papier in Chamois oder Elfenbein angeboten. Wenn du mit einem Füller schreibst, sollten sich deine Notizen nicht auf der Rückseite des Blattes durchscheinen.
  • Einband
    Ein Notizbuch kann aus Kunststoff oder Leder sein, es fühlt sich fest oder weich an, oder es ist ein Hardcover, gebunden in Leinen. Statt eines festen Rückens gibt es auch die Ring- oder Spiralbindung, mit der ein Notizbuch oder Kalender besonders flach auf einer Oberfläche liegt.

Dein Notizbuch: Noch mehr Details

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