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Wie dir ein Bullet Journal hilft

Das Bullet Journal verspricht eine effektive Lebensplanung, aber kann es das auch wirklich halten? Geht es nach dem Designer Ryder Carroll, der diese Art von Notizbuch erfand, ermöglicht ein Bullet Journal deine Zeitplanung und kombiniert sie mit Erinnerungen, Listen und Ideen.

Das Buch heißt:Die Bullet-Journal-Methode: Verstehe deine Vergangenheit, ordne deine Gegenwart, gestalte deine Zukunft“.

Das Buch von Ryder Carroll

Das Wort setzt sich zusammen aus „Bullet“, das ist ein Gliederungspunkt in einer Liste, und „Journal“, der aktuelle Begriff für ein Tagebuch oder eine schriftliche Sammlung von Inhalten. Von den Anwendern wird auch gerne die Abkürzung „BuJo“ verwendet.

Für ein Bullet Journal brauchst du nur ein leeres Notizbuch, am besten in DIN A5, mehrere Stifte und ein Lineal. Du kriegst aber auch halbfertige Bullet Journals zu kaufen, auch sie haben zumeist das gleiche, bewährte Format.

Und nun überlegst du dir, was dein Bullet Journal alles enthalten sollte. Vielleicht einen Terminkalender, ein paar Fotos, Listen für den nächsten Urlaub oder deine nächsten Bücher. Du siehst, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, dein Bullet Journal wird ganz individuell und einmalig.

Aber es braucht auch eine Struktur. Dazu solltest du die Seiten nummerieren. Halte die ersten Seiten des Notizbuches frei für ein Inhaltsverzeichnis. Dort trägst du ein, was in deinem Buch drinsteht. Du kannst auch Symbole verwenden, wie für wichtige, erledigte oder aufgeschobene Dinge oder einen Termin.

Eine ganz wichtige Seite ist der „Future Log“, eine Sammlung von Einträgen über künftige Ereignisse und Aufgaben. Hier alles reinschreiben, was die Zukunft dir bringen könnte, geordnet wird später. Genauso verfährst du mit dem „Monthly Log“ und „Daily Log“.

Und hier die Nachteile des Bullet Journal:

  • Du musst die Struktur selbst erfinden und gestalten. Für ein Zeitplanbuch findest du Kalender mit vielen Einteilungen, wie ein Monat, eine Woche oder ein Tag auf einer oder zwei Seiten. Dazu kriegst du jede Menge Blätter mit oder ohne Lineatur, Formblätter oder Register. Im Bullet Journal musst du deine Kalender selbst gestalten, mit Stiften in mehreren Farben und einem Lineal. Das muss nicht unbedingt besser werden als ein fertig gekaufter Jahreskalender.
  • Und was passiert, wenn du eine Liste abgearbeitet hast? Im Notizbuch bleibt eine Seite mit durchgestrichenen Worten, beim Zeitplaner wirfst du diese Liste einfach weg, sie stört dich nie wieder.
  • Wie hilfst du dir, wenn du immer mehr geschrieben hast, aber du weißt nicht mehr, wohin mit all den Notizen? Ein zweites Notizbuch eröffnen? Ganz von vorne beginnen? Ein Zeitplaner ist hier viel flexibler.

Das Fazit: Ein Bullet Journal bringt dir nicht viel mehr als ein herkömmlicher Zeitplaner. Den kannst du auch individuell bestücken, aber er bietet mehr Optionen, sobald du immer mehr notiert hast.

Ein Lesetipp: Das Buch von Ryder Carroll kannst du bei der Buchkette Hugendubel bestellen

Noch ein Tipp: Bei Bücher.de gibt es Notizbücher und Zubehör, das sich für ein Bullet Journal eignet

 

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Methoden

Mindmapping: Deine Gedanken als Bild

Mindmapping ist eine visuelle Methode, um den Zusammenhang von Gedanken und Ideen zu einem zentralen Thema abzubilden. Das Verfahren kann an der Schule oder Universität, im Arbeitsalltag oder privaten Bereich angewandt werden.

Mindmapping basiert auf Studien der Gehirnforschung in den 1970ern und wurde von den britischen Psychologen Tony Buzan und Peter Russell entwickelt. Ergiebige Einsatzgebiete des Mindmapping sind Planung und Strategie, Problemanalysen oder die Vorbereitung von Präsentationen und Referaten.

Eine fertig ausgearbeitete Mindmap ähnelt einem Baum. Der Stamm entspricht dem zentralen Thema, von dem mehrere Äste abzweigen, die Unterbegriffe um das zentrale Thema. Von diesen Ästen können weitere Zweige abgehen, bestehend aus Schlüsselworten oder Teilaufgaben eines Gesamtprojektes. Die Mindmap wird also vom Großen zum Kleinen oder vom Allgemeinen zum Detail gezeichnet.

Um eine Mindmap zu zeichen, benötigt man mehrere Stifte und ein Blatt Papier, am häufigsten in DIN A4. Natürlich kann man auch ein Flipchart oder Apps für einen Computer oder Tablet verwenden.

Es hat sich bewährt, für die Beschriftung nur Verben, Substantive oder Adjektive zu verwenden, nicht aber Füllwörter und ganze Sätze. Beim Schreiben darf man festhalten, was einem gerade in den Sinn kommt. Hauptsache, eine Idee wird festgehalten. Wegstreichen kann man sie später immer noch, aber auch mit anderen Ästen verknüpfen oder in den Vordergrund stellen.

Wer will, kann die Gedankenflut mit verschiedenen Farben differenzieren. Erst später werden die Informationen und Ideen sortiert, gestrichen oder priorisiert. Eine Mindmap kannst du so lange umgestalten, bis du mit der endgültigen Form zufrieden bist.

Das Tolle am Mindmapping ist die Freisetzung der eigenen Kreativität. Schreib einfach alles auf, und du wirst sehen, wie du dich von von starren Denkprozessen entfernst. Du musst keine Regeln einhalten, sondern einfach nur festhalten, was wichtig sein könnte.

Was so einfach und intuitiv klingt, hat einen streng wissenschaftlichen Hintergrund. Der britische Psychologe Tony Buzan führte das Mindmapping in den 1970er Jahren ein. Es beruht auf der Erkenntnis, dass Kreativität kein linearer Prozess ist, sondern eher sprunghaft mehrere Gedanken verknüpft oder austauscht. 

Mindmaps sind jedoch keine Universalwaffe für alle Aufgaben, vor allem bei zu komplexen Themen, die damit zu stark verkürzt oder vereinfacht würden.

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Methoden

Eisenhower oder Getting Things Done

In der Literatur über effizientes Zeit-Management dürfen zwei Methoden nicht fehlen:

  • Getting Things Done
  • Das Eisenhower Prinzip

Beiden ist gemeinsam, dass sie vor dem Einzug der Computer entwickelt wurden. Das heißt: Den Autoren war die Kommunikation mit E-Mail und Videokonferenz noch nicht bekannt. Beide gehen davon aus, dass die gesamte Büroarbeit mit Papier erledigt wird. Auch die Zeitersparnis durch das Telefon war damals noch kein gängiger Standard.

Trotzdem kann man von beiden Methoden etwas lernen, darunter die Einordnung von Aufgaben nach Wichtigkeit und Eile (Eisenhower) oder die schnelle Erledigung von kurzen Aufgaben (Getting Things Done).

Hier die beiden Methoden in Kürze:

Getting Things Done (GTD) stammt von dem amerikanischen Autor und Coach David Allen (geb. 1945). Schon das Grundprinzip zeigt die Schwäche in der heutigen Zeit:

  • Sammele alles an einem Ort, was wichtig werden könnte, und entscheide, ob du etwas damit tun musst oder willst. Sehr schwierig an einem Arbeitsplatz, an dem rund um die Uhr E-Mails einlaufen oder wo das Telefon keine Ruhe gibt.
  • Führe mehrere Listen mit Aufgaben und Projekten, die besonders wichtig sind. Klingt gut, aber wie geht man mit Telefon und Kundenanfragen um?
  • Ihre Gültigkeit hat vielleicht nur die 2-Minuten-Regel behalten: Dauert etwas weniger als 2 Minuten, dann erledige es sofort.

Und nun zu Dwight D. Eisenhower (1890 – 1969), General der US Army und 34. Präsident der USA. Er unterteilte alles, was zu erledigen war, nach zwei Kriterien: Dringend oder wichtig, und in welcher Kombination?

  • Was dringend und wichtig ist, ist sofort zu erledigen. Punkt. Vielleicht am besten morgens, solange man aufmerksam und frisch ist.
  • Wichtig und nicht dringend lässt sich auf einen späteren Termin legen oder aufschieben.
  • Dringend, aber nicht wichtig. Als General und Präsident konnte Eisenhower diese Dinge delegieren. Wenn du das nicht kannst, solltest du diese Aufgaben zusammenfassen und an einem Stück durcharbeiten.
  • Nicht wichtig, nicht dringend. Diese Aufgaben darfst du getrost abhaken oder vergessen.

Zu seinen Aufgaben soll Eisenhower selbst gesagt haben: „Die dringenden Dinge sind selten wichtig, und die wichtigen Dinge sind selten dringend.“

Zusammengefasst:

– Wichtig und dringend – Sofort erledigen!

– Wichtig, aber nicht dringend – Im Auge behalten

– Dringend, aber nicht wichtig – Sammeln und an einem Stück erledigen

– Nicht wichtig, nicht dringend – Vergessen.

Und dann noch einmal die Regel von GTD: „Dauert etwas weniger als 2 Minuten, dann erledige es sofort.

 

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Filofax Hersteller

Die Filofax Story

Tempo steht fürs Papiertaschentuch, und Filofax steht fürs Zeitplanbuch. In den 80er und 90er Jahren galt der ledergebundene Ringordner als Standard im Geschäftsleben, allen voran Filofax und der dänische Hersteller Time/system.

Filofax prägte so sehr die Branche, dass ungezählte Nachahmer ihre Ringbücher im Format Personal des Filofax mit 95 x 171 mm anboten, während Time/system vor allem auf das deutsche A5-Format setzte.

Durch die Ringmechanik sind der Filofax und andere Zeitplanbücher extrem flexibel. Man kann seinen Inhalt zusammenstellen, wie es gerade passt, oder auch auf mehrere Bücher verteilen. Was erledigt oder überholt ist, wird herausgenommen oder archiviert.

Und so entwickelte sich Filofax:

Um 1910: Der Amerikaner John C. Parker erfindet einen Ringordner mit sechsfacher Lochung für technische Datenblätter

1912: Gründung von Lefax in Philadelphia, zusammengesetzt aus „Leafs“ und „Facts“ („Blätter“ und „Fakten“)

1919: Der englische Colonel Disney übernimmt die Idee aus den USA und gründet in London die Norman & Hill, Ltd.

1921: Norman & Hill bietet ledergebundene Zeitplaner als „File of Facts“ an

1930: Die Marke Filofax wird als Warenzeichen eingetragen

1940: Norman & Hill wird ausgebombt. Die Sekretärin Grace Scurr kann mit den Aufzeichnungen aus ihrem Filofax den Betrieb wieder herstellen

1976: Norman & Hill wird in Filofax, Ltd umbenannt

1987: Filofax geht an die Börse

1990: Übernahme durch den Tranwood Consortium Fund, Gründung der Filofax Group

1994: Filofax kauft den amerikanischen Hersteller Lefax, dessen Produkte Vorbild waren und lange in Lizenz angeboten wurden

1998: Feindliche Übernahme durch das US-Unternehmen DayRunner

2000: Schließung der Produktion in Großbritannien

2001: Verkauf an den schottischen Kalenderhersteller Letts, daraus entsteht die „Letts Filofax Group Ltd.“

2006: Die Letts Filofax Group Ltd.  fusioniert mit Blueline, einem kanadischen Unternehmen von 1917, zur FLB Group.

Heute: Weltweit sind 800 Mitarbeiter für die FLB Group tätig, davon 20 für die deutsche Niederlassung im Rhein-Main-Gebiet. Nach Angaben des Unternehmens werden im schottischen Dalkeith jährlich über 20 Millionen Zeitplanbücher und Kalender produziert.

Was der Filofax mit den Yuppies zu tun hatte, kannst du hier lesen

Weitere Infos:

www.filofax.de

https://timesystem.de

http://www.flbgroup.com

https://lettsoflondon.com

https://www.blueline.com

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Termine

Paperworld erst im April

Die Fachmesse Paperworld in Frankfurt findet vom 17. bis 20. April 2021 erstmals mit den Messen Ambiente und Christmasworld statt. Und zwar mit einem imposanten Namen: „International Consumer Goods Show – Special Edition“.

Neu in 2021 sind die erweiterten digitalen Angebote, die erstmalig und zeitgleich zur Präsenzmesse stattfinden. Wie die Messeleitung erwartet, kommen rund 85 Prozent der Aussteller aus dem Ausland. 

Weitere Infos: www.messefrankfurt.com

 

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Kalender Notizbuch

Turbulentes Jahresende

Für viele Kunden endete das Jahr 2020 in einem Chaos: Wer Notizbücher und Kalender für 2021 nicht im Fachhandel, sondern online kaufen wollte, erlebte mehrere Überraschungen.

  • Ein guter Plan 2021″ ist ausverkauft, erhältlich nur noch als zeitlose Version. Der Anbieter schließt aus, dass noch eine Auflage für 2021 nachgedruckt wird
  • Ständig Server-Ausfälle bei einem Anbieter von wirklich feinen Notizbüchern. Sehr schade, denn in diesen Tagen hätte man gute Geschäfte gemacht
  • Ein Wiener Anbieter von Notizbuchhüllen aus Leder bot sein gängigstes Produkt im Advent für die Hälfte des regulären Preises an

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