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Filofax

Wie der Filofax entstand

Heute ist wohl kaum auszumachen, wer zuerst einen systematischen Zeitplaner führte. Vieles deutet darauf hin, dass die Wurzeln in den USA liegen. Ende des 18. Jahrhunderts erscheinen dort die ersten Wochenkalender mit festen Rubriken. 

Als das Leben in den USA hektischer und geschäftiger wird, bieten diese Kalender immer mehr Platz für Notizen und Termine, aber auch Wetterregeln, Bibelworte und kommerzielle Anzeigen.

Anfang des 20. Jahrhunderts gelangt die Idee des Zeitplaners nach Europa, wo Norman & Hill in London 1921 den Filofax herausbringen. Vorbild sind die Ringordner von Lefax. Der ist aber kein gebundener Kalender, sondern eine Sammlung loser Blätter, die jeder nach seinem Bedarf zusammenstellt.

Seine größte Zeit hat das Zeitplanbuch in den 80ern, als der Filofax zum Statussymbol der Yuppies wird, also jüngere und gut verdienende Angestellte in den Ballungsräumen von Europa und den USA.

Doch im neuen Jahrtausend übernimmt die Elektronik – und Papier muss weichen. Angesagt sind jetzt Tablets und Smartphones, während das Zeitplanbuch aus den Regalen verschwindet.

Doch so ganz gehen die Planer nicht unter – vielmehr erleben sie mit dem Bullet Journal und Journaling ein Comeback. Das sind maßgeschneiderte Planer auf punktkariertem Papier – und für viele ein ständiger Begleiter. Manche nur für ein Jahr, andere für länger. Oft auch viel länger.

Mein erster Filofax

Wir schreiben 1987, und ich kaufe in London meinen ersten Filofax. Es ist ein „Argyll“ aus Kalbsleder, er kostet 70 Euro. Das gleiche Modell aus anderen Ledersorten heißt „Buckingham“.

Mein Filofax ist aus vertrauensvollem schwarzen Leder, im Format Personal für Papier mit 95 x 171 mm und hat je eine Tasche in der rechten und linken Innenseite. Eingraviert ist der Code „4CLF“, also die Angabe für die Zahl der Taschen (4) und das Material (CLF – Calf, Kalbsleder).

Diesen Filofax habe ich heute noch. Aber ich bedaure, dass ich ihn nicht bei Harrods gekauft habe, wo er mit einer goldenen Prägung des Kaufhauses angeboten wurde. Aber so war diese Zeit. Der Filofax war teuer, ein Statussymbol und noch weit davon entfernt, dass er einmal zu einem günstigen Massenprodukt wird.

 

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Kalender Notizbuch

Ein Fotobuch als Terminkalender

Auch ein Fotobuch eignet sich als Terminkalender, es bietet sogar einige Vorteile. Das wollte ich ausprobieren und bastelte mit einer Fotobuch-App mein ganz eigenes Exemplar mit 28 Fotos.

Nach fünf Werktagen durfte ich den Terminkalender in meinem Drogeriemarkt abholen: Ein nagelneues Fotobuch im A5-Hochformat von 15 x 21 cm, mit Doppelringbindung und insgesamt 128 Seiten.

Neben dem Wochenkalender gibt es Infos über Schulferien und Feiertage (obwohl die heute kein Mensch mehr mit dem Kalender sucht), Seiten für Adressen und Notizen. Das Cover und 14 Seiten sind beidseitig mit Fotos bedruckt. Der Einband mit zwei transparenten Deckeln wirkt so robust, dass es der Kalender im Rucksack, der Handtasche oder dem Aktenkoffer bestimmt lange aushält.

Die Vorteile des Fotokalenders

  • Startmonat frei wählbar
  • Liegt geöffnet flach auf
  • Liegt in A5 oder A4 auf dem Tisch
  • Mit vielen Lieblingsfotos

Das Fotobuch entstand bei Cewe, dem größten Fotolabor in Europa, und zwar im Digitaldruck, der sich optimal für eine Auflage von einem Exemplar eignet. Laut Cewe hat das Papier eine Stärke von 250 g/m² und eine seidenmatte Oberfläche. Dagegen ist das Papier im Moleskine mit 70 g/m² oder gar im Hobonichi mit 52 g/m² sagenhaft dünn.

Eine Woche ist auf zwei Seiten untergebracht, jede zeigt Jahr, Monat, Tag, Wochentag und rechts unten eine Monatsübersicht, wegen der Samstag und Sonntag zu einem einzigen Feld zusammengezogen sind.

Herkömmliche Kalender beginnen im Januar oder Juli, das Fotobuch kann man mit einem beliebigen Anfangsmonat bestellen. Dafür bleibt der Preis das ganze Jahr stabil, während die Jahreskalender bereits im ersten Quartal oft stark reduziert sind.

Im Vergleich zu Terminkalendern, die auch um die 20 Euro angeboten werden, ist die Ausstattung im Fotobuch aber sparsam: Es gibt keinen Stifthalter, keine Froschtasche, kein Lesebändchen und kein Gummiband. Das lässt sich aber verschmerzen, denn zur Not kann man diese Features auch in Eigenarbeit nachrüsten.

Zur Doppelringbindung: Die Hersteller von Notizbuch und Kalender sind stolz, wenn ihre Bücher vollkommen flach auf einer Oberfläche liegen. Bei einer Doppelringbindung ist das kein Problem, man kann das Buch sogar so hinlegen, dass nur die Hälfte einer Woche im Format A5 auf dem Schreibtisch liegt. 

Aber wie kriegt man dieses Fotobuch? Cewe Fotowelt ist eine kostenlose App mit einem Editor zur Gestaltung der Buchseiten. Zuerst hat man eine Auswahl an Kalendern und Jahresplanern für den Schreibtisch, die Aktentasche oder die Wand. Die App bietet viele Designs und Vorlagen zur Gestaltung der Kalenderseiten. Man kann sich das Fotobuch zusenden lassen oder einem Drogeriemarkt abholen und dort an der Kasse bezahlen.

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Dieser Beitrag enthält Werbung für das Fotobuch von Cewe. Durch das Anklicken der Links entstehen dir keine Kosten

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Hersteller Notizbuch

Starke Planer aus Fernost

Kaum ein Land hat eine so lange Tradition in der Papierherstellung wie Japan – oder in der Kunst, Papier zu falten: Origami. Wer einen Kalender oder ein Notizbuch sucht, findet in Japan sehr schöne Produkte – und nicht nur von Hobonichi.

 

  • Nur 8x in Deutschland

Muji ist eine 1980 gegründete japanische Handelskette mit über 20.000 Mitarbeitern und 800 Filialen in 26 Ländern. Als Eigenmarke der Seibu-Kaufhauskette hat Muji heute über 7.000 Artikel im Programm, die einen Weltumsatz von über 3,7 Milliarden Euro bringen.

Es sind No-Name-Produkte, nicht überteuert, aber von einer bezaubernden Ästhetik. Das Erfolgsrezept von Muji: Die Produkte sind preisgünstig, stammen aber von namhaften Designern aus der ganzen Welt.

In Deutschland hat Muji acht Läden, drei davon in Berlin. Sie verkaufen Schreibwaren, Büroartikel, Kosmetika, Kleidung und Möbel. In den „Fünf Höfen“ in München haben wir eine ganze Reihe von Kalendern und Notizbüchern gefunden, die meisten in schlichtem braunen Papier, das sich sehr angenehm anfühlt.

Weitere Infos: www.muji.eu

 

  • Zeitplaner für die Industrie

Nolty ist wie Pagem eine Notizbuch-Marke der Japan Management Association (JMA). Seit seiner Einführung im Jahr 1949 sollte das „Efficiency Notebook“ die Manager in Wirtschaft und Industrie schneller und produktiver machen. 

Zunächst wurde das Notizbuch an die Mitglieder des Verbandes verschenkt, seit 1958 an jedermann verkauft. 2013 entstand daraus die Marke Nolty, 1991 war bereits die Marke Pagem erschienen. 

Das Notizbuch von Nolty enthält eine Zeitskala statt einer leeren Fläche für den Planungszeitraum. Die Größe richtete sich nach der Postkarte, dem damals führenden Medium im Geschäftsleben, und das cremefarbene Papier ist dünn und leicht zu beschreiben.

Weitere Infos: https://nolty.jp

https://pagem.jp

 

  • Ausgezeichnetes Design

Die japanische Marke Stalogy steht für „Standard & Technology“ und gehört einer Tochter des japanischen Chemiekonzerns Nitto Denko, 1918 in Osaka gegründet und heute über 30.000 Mitarbeiter stark.

Stalogy ist auf Haushaltsprodukte und Schreibwaren spezialisiert, darunter auch Notizbücher und Kalender. Ein Notizbuch von Stalogy hat Felder für Uhrzeit, Nummer, Datum und Wochentag sowie ein kariertes Raster. Diese Elemente werden auf jeder Seite in dezentem Hellgrau gedruckt.

Das Notizbuch liegt geöffnet ganz flach auf und lässt sich um fast 360 Grad durchbiegen. Das dünne Papier verträgt Bleistift, Kugelschreiber und laut Hersteller sogar Füllfederhalter. Das Notizbuch der Editor’s Series von Stalogy wurde in Japan mit mehreren Design-Preisen ausgezeichnet.

Weitere Infos: http://stalogy.jp

 

Bei aller Faszination dieser schönen Produkte bitte bedenken:

  • In Japan wird seit Jahrhunderten fast nur sehr dünnes Papier verwendet – deine Schrift kann darauf ausfransen oder durchdrücken
  • Wer ein Notizbuch direkt in Japan kaufen will, muss Bestellungen über 22 Euro incl. Versand selbst verzollen
  • Ein Kalender oder Notizbuch aus Japan ist zumeist nur in englisch und japanisch beschriftet

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Coaching Kreatives Schreiben

Ein Ideen-Buch für die Seele

Annette Haslböck hat „Oh Happy Notes“ entwickelt. Fotos (2): Privat

In München trafen wir eine Unternehmerin, die sich dem persönlichen Wachstum ihrer Kunden und Freunde verschrieben hat. Annette Haslböck führt ein eigenes Cafe und verlegt ein Buch, das dich zu dem Leben führen soll, von dem du träumst.

Das „Oh Happy Café“ von Annette Haslböck liegt im Münchner Stadtteil Sendling-Westpark. Zur persönlichen Inspiration dient das Cafe auch als Buchhandlung und Ort für Vorträge und Workshops. Das Cafe ist aber auch die Heimat des „Oh Happy Notes“, ein von Annette Haslböck entwickeltes Planungs- und Reflexions-Buch.

„Das „Oh Happy Notes“ soll kein reiner Kalender sein, sondern eine Coaching-Hilfe zur inneren Reflexion“. erläutert die Verlegerin. Die Zielgruppe ist vorwiegend weiblich und zwischen 25 und 40 Jahre alt. Es sind Frauen, die nach einem Planer suchen, der sie begleitet und sie beim persönlichen Wachstum inspiriert.

„Oh Happy Notes“ ist ein Planungs- und Ideenbuch

Das Buch besteht aus dem Cover in unterschiedlichen Designs und dem Innenleben aus mehreren Bundles, jedes zu einem Lebensbereich. Darunter:

  • Gesundheit
  • Beruf
  • Finanzen
  • Liebe
  • Familie
  • Freizeit

Jedes Bundle ist auf 6 Wochen ausgelegt, es besteht aus 

  • Zitat
  • Wochenübersicht
  • Wochenfokus
  • Terminkalender für die Woche
  • Wochenrückblick

Die Bundles bieten Platz für die täglichen Aufgaben, Notizen und einen „Habit Tracker“ für mehr Disziplin im Leben. Sehr praktisch: Die Bundles sind kein herkömmlicher Kalender, da der Besitzer den Monat und das Datum selbst einträgt.

Das „Oh Happy Cafe“ in Sendling-Westpark in München

Nach einem halben Jahr kann sich der Anwender entscheiden, in welchem Bereich neuer Handlungsbedarf besteht –  und die entsprechenden Bundles nachkaufen. Dadurch ist „Oh Happy Notes“ kein Jahresplaner, sondern ein Buch, das sich zusammen mit dem Besitzer weiterentwickelt. 

Das Buch kann man über die Homepage und im Café in München kaufen, demnächst auch in weiteren Läden. In Vorbereitung sind auch neue Cover-Formate und weitere Bundles, von schlichten Ideenseiten bis hin zu neuen Kalenderteilen.

Alles getreu der Devise von Annette Haslböck: „Die Arbeit, die sich am meisten auszahlt, ist die Arbeit an sich selbst

Weitere Infos: 

https://ohhappynotes.de

https://www.ohhappycafe.de

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Digital

Wer kennt den Apple Newton noch?

Der Apple Newton war seiner Zeit weit voraus. Foto (1): Apple

PIM und PDA – das sind fast vergessene Abkürzungen für einen Personal Information Manager und Personal Digital Assistant. Sie gingen aus den programmierbaren Taschenrechnern hervor und eigneten sich zur Verwaltung von Kalender, Adressen und Aufgaben, bis sie vom Smartphone und Tablet verdrängt wurden.

Ebenso in Vergessenheit gerieten innovative Hersteller wie Palm, US Robotics oder Sharp. Nur einer der ganz frühen Hersteller ist heute noch groß im Geschäft mit Smartphones, Tablets und Computern: Apple aus dem kalifornischen Cupertino. 

Der Apple Newton war ein früher PDA, erhältlich von 1993 bis 1998, den Anfangsjahren des Internet für alle. Und aus der Zeit von Apple-CEO John Sculley, der den Firmengründer Steve Jobs 1985 vor die Tür gesetzt hatte.

Der Newton war etwas kleiner als ein A5-Blatt und 400 g schwer. Über einen Touchscreen sollten Zeichen und Worte erkannt werden, was mit dem schwachen Prozessor aber nur unzureichend funktionierte.

Der Bildschirm war nicht bunt, sondern zeigte nur 16 Graustufen. Der Arbeitsspeicher hatte 4 MByte und 8 MByte beim letzten Modell – für heutige Maßstäbe unglaublich wenig, für damalige Verhältnisse aber recht ordentlich.

Die Geräte von damals wurden nach der Zahl ihrer Schnittstellen beurteilt. Der Newton hatte

  • einen Stromanschluss, um die Akkus zu laden
  • eine Schnittstelle zum Apple Macintosh und
  • einen Kartenschacht. Das war’s.

Dass der Newton seiner Zeit voraus war, bedeutete:

  • Der Prozessor war ständig überfordert
  • Die Laufzeit des Akku war zu kurz
  • Eine Infrastruktur zum mobilen Datenaustausch war kaum vorhanden

Schon bei der Einführung war der Preis sehr hoch, und das Betriebssystem lief anfangs nur auf Englisch. So wirklich konnte Apple diese Kinderkrankheiten nie beheben, auch nicht 1997 mit dem Apple eMate für amerikanische Schulen. Im Gegensatz zum Newton hatte der eMate eine eingebaute Tastatur und den Formfaktor eines kleinen Laptop.

Nach seiner Wiederkehr als CEO bei Apple stellte Steve Jobs 1998 die Produktion des Newton sofort ein. Angeblich hatte er ihn nie gemocht. Was aber nicht bedeutet, dass Jobs keine kleinen Geräte mochte. So stellte er 2007 das iPhone und 2010 das iPad vor, beides Bestseller, die ein Notebook fast ersetzen können.

 

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Filofax

Philofaxy – eine weltweite Community

Steve Morton ist „Mister Philofaxy“. Foto (1): privat

Rund um den Filofax hat sich eine weltweite Community gebildet – die sich über das Internet kennt, diskutiert und sogar persönlich trifft. Eine der beliebtesten Plattformen stammt aus England – oder aus Frankreich, da der Mastermind der Website dort lebt.

Philofaxy Jetzt willst du wissen, ob auch du etwas von philofaxy.com hast. 

  • Pro Jahr erscheinen hunderte von Blog-Beiträgen, regelmäßige Rubriken heißen „Web Finds“, „Free for all Friday“ und „Silent Sunday“.
  • Du findest die Links zu den aktuellsten Beiträgen über den Filofax aus aller Welt, geordnet nach Text- und Video-Beiträgen.
  • Hier gibt’s fast alle Filofax-Kataloge der letzten Jahrzehnte, gescannt und Seite für Seite abrufbar. Die ersten Unterlagen sind von 1918.
  • Für die Mitglieder gab es schon persönliche Treffen mit Round Tables zum Kennenlernen und Austausch.
  • Im „Ad Spot“ kannst du Filofax-Ringbücher, Einlagen und Zubehör verkaufen oder kaufen.
  • Hier bist du richtig, wenn du kostenlose Vorlagen für die Einlagen in deinen Filofax suchst, und zwar in allen Formaten und auch schon für die kommenden Jahre.

Eine ganze Menge, oder?

Hinter philofaxy.com steht der Engländer Steve Morton. Nach einer Beamtenkarriere lebt Morton heute mit seiner Frau Alison in Frankreich. Seit 1985 arbeitet Steve Morton mit dem Filofax und kehrte 2005 nach einem digitalen Intermezzo wieder zum Filofax zurück. 

Steve, drei Fragen bitte.

Was ist die Zukunft der Zeitplaner auf Papier?

Ich denke, der Einsatz von Papierplanern hat noch eine starke Zukunft. Ich finde, sie sind viel einfacher als die digitale Planung. Die Anzahl der Menschen in unseren Gruppen und bei Philofaxy wächst weiter, und viele unserer langjährigen Anhänger sind immer noch bei uns.

Wie viel Zeit investierst du in die Arbeit an Philofaxy?

Mehrere Stunden am Tag, vor allem Beiträge schreiben, aktuelle Beiträge bewerben, Fragen per E-Mail, Facebook, Instagram usw. beantworten. Es ist für mich wie eine zweite Karriere im Ruhestand geworden!

Welche Filofax-Modelle verwendest du und welches Format ist am nützlichsten?

Mein Hauptplaner ist zurzeit ein A5-Modell, obwohl ich auch andere besitze. Ich besitze mehrere A5-Planer, darunter auch ein Van der Spek in A5. Ich benutze auch gerne meinen A5 Malden von Filofax aus ockerfarbenem Leder.

Weitere Infos: https://philofaxy.blogspot.com

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Kalender Notizbuch

Hobonichi Techo – Absoluter Kult aus Japan

Der Hobonichi Techo – ein absoluter Bestseller aus Japan

Was diesen Planer so interessant macht: In Japan ist der Hobonichi Techo endlos begehrt. Zweimal jährlich, im Februar und September, erscheint eine neue Kollektion, und dann beginnt ein riesiger Ansturm auf das Notizbuch, die Hüllen und das Zubehör.

Für den Hobonichi Techo gibt es jede Menge Hüllen und Zubehör

Das japanische Schriftzeichen für „Techo“ bedeutet „Planer“. Ganz einfach. Inzwischen hat Hobonichi mehrere unterschiedliche Planer im Programm, doch sie haben viel gemeinsam:

Ganz, ganz dünnes „Tomoe River“-Papier mit 52 g/qm, laut Hersteller auch mit Füller und Markierer zu beschriften. Eine Bindung, damit der Hobonichi immer flach auf einer Oberfläche liegt. Innen in Anthrazit und Rot bedruckt, gerundete Ecken und sogar eine Seriennummer. Für alle Planer gibt es eine reiche Auswahl an Hüllen und Zubehör, sowohl von Hobonichi selbst als auch von anderen Anbietern.

Die Modelle des Hobonichi Techo

  • Hobonichi Techo Original

Der ursprüngliche Hobonichi Techo im kompakten A6-Format -seit seiner Einführung im Jahr 2002. Jeder Tag hat eine Seite auf Millimeterpapier, die Tageszitate sind in Japanisch. 

  • Hobonichi Techo Planner

Wie das Original hat auch der Hobonichi Techo Planner eine A6-Seite pro Tag – aber in englischer Sprache. Der ursprüngliche Inhalt wurde stark reduziert und vereinfacht, damit man das Notizbuch in möglichst vielen anderen Ländern nutzen kann.

  • Hobonichi Techo Day-Free

Der Hobonichi Techo Day-Free ist ein Monatskalender mit einem Notizbuch auf Millimeterpapier. Gedacht für Benutzer, die nicht täglich etwas aufschreiben, sodass keine leeren Seiten im Notizuch entstehen. Der Day-Free ist in A6 (Original) oder A5 (Cousin) erhältlich. Auf jeder Seite gibt’s Zitate in Japanisch, dazu ein Daumenkino unten rechts

  • Hobonichi Techo Weeks

Hebt sich durch das schlanke Format einer Brieftasche von den übrigen Planern ab. Layout mit einem Wochenkalender links und Millimeterpapier rechts. Obwohl dieser Hobonichi auf den ersten Blick recht schmal wirkt, enthält er noch 71 freie Seiten für Notizen. Obwohl für den Weeks zusätzliche Hüllen angeboten werden, kommt man auch gut ohne sie aus.

  • Hobonichi 5-Year Techo

Der 5-Jahres-Techo hat 5 Spalten für jeden Tag in fünf Jahren. Das Buch ist als „Hobonichi 5-Year Techo“  in A6 und als „Large Hobonichi 5-Year Techo“ in A5 erhältlich.

Hobonichi Techo -bunt und vielseitig. Fotos (3): Hobonichi

Die Bezugsquellen

Aber wo kriegt man den begehrten Hobonichi Techo? Als Japaner könntest du die Tobichi Shops in Tokyo und Kyoto besuchen oder das Hobonichi CultureN in Shibuya PARCO nahe der Stadt Kawasaki. Dort erhältst du mit deinem Planer sogar ein kostenloses Geschenk, vielleicht einen Stift oder Lesezeichen.

Online bestellen kannst du beim Hobonichi Techo Official Store. Dort solltest du jedoch hohe Versandkosten einplanen, außerdem musst du alle Sendungen selbst verzollen.

In deutschen Geschäften ist der Hobonichi nur schwer zu kriegen. Auf der Homepage listet Hobonichi nur eine Bezugsquelle in Berlin auf: https://www.luiban.com

Ein Tipp: Wenn du dir einen Kalender von Hobonichi besorgst, bist du unter den Ersten, die ihn hier besitzen. Bei Amazon kannst du einen Hobonichi ganz schnell und problemlos bestellen

 

Weitere Infos: 

http://hobonichiplanner.com

https://www.1101.com/store/techo/en/

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Hersteller Notizbuch

Paperblanks: Kunst aus Kanada

Im Buchladen fallen sie sofort auf: Aufwändiger Einband, verspielte Optik, wertige Verarbeitung. Die Notizbücher von Paperblanks sind ein Hingucker, den man ganz intuitiv in die Hand nehmen möchte.

Ein auffälliges Notizbuch von Paperblanks. Fotos (2): Paperblanks

Und so begann’s: Anfang der 1990er Jahre lernte Vic Marks, ein kanadischer Autor und Verleger, die Inderin Supriti Bharma kennen. Aus der kreativen Chemie zwischen Vic und Supriti entstand 1992 das erste Notizbuch von Paperblanks.

Vom ersten Büro in Vancouver, Kanada begann die Expansion, sodass die Notizbücher von Paperblanks heute in 100 Ländern erhältlich sind. Auch wurde die Produktion von Umschlag, Bindung, Verschluss und Innendesign des Buches nach China verlagert.

 

Die Meilensteine von Paperblanks:

1992 –  Erste Kollektion in Vancouver, Kanada

1995 – Einführung der Literarischen Handschriften

2002 – Paperblanks ist in Europa erhältlich

2002 – Erster Einband mit Magnetverschluss

2004 – Eröffnung der europäischen Zentrale in Dublin

2005 – Neben Notizbüchern auch Kalender und Adressbücher im Programm

2010 – Erste Buchschließe aus Metall

2011 – Erste Muster mit Farbschnitten

2018 – Stifte-Etuis im Programm

2018 – Dot-Grid Planner für Bullet Journals

2019 – Neues Erscheinungsbild und Logo

 

Eine nützliche App

Für Smartphones ist die kostenlose Journal Prompts App erhältlich, zurzeit aber nur in Englisch. Sie liefert Anregungen zum kreativen Schreiben oder Journaling.

Man schüttelt das Handy, um eine zufällige Übung angezeigt zu bekommen, dazu eine kurze Anleitung zum Schreiben oder Skizzieren. Jede Übung besteht aus einem Satzanfang, den du selbst weiterführen oder beantworten musst. Die App soll dabei helfen, neue Themen zu finden, über die du in deinem Notizbuch oder Kalender schreiben könntest.

 

Handwerklich innovativ

Hinter Paperblanks steht der kanadische Verlag Hartley & Marks aus Vancouver. Das Unternehmen wurde 1972 gegründet, verlegt aber keine neuen Bücher mehr. Im Programm sind nur noch zwei langjährige Bestseller über Typografie und japanische Holzbaukunst.

2003 entwickelte Hartley & Marks erste Prototypen für neue Notizbuch-Serien und Formate. Daraus entstand 2007 das Projekt „Paper-Oh“. Es besteht aus Notizbüchern mit eigenwilligem Design und handwerklicher Papierkunst.

Weitere Infos:

https://www.paperblanks.com/de/

http://www.paper-oh.com

http://www.hartleyandmarksgroup.com

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