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Wie Moleskine ein Bestseller wurde

Hier gibt’s den Moleskine in einer riesigen Auswahl!


Das Notizbuch von Moleskine kennt jeder. Es gibt sich betont klassisch, mit dem beschichteten Karton, der Falttasche am Buchende und dem genähten Buchrücken, damit das Notizbuch beim Aufschlagen flach aufliegt. 

Und immer wieder der Hinweis, wer so ein Notizbuch schon benutzt haben soll, darunter Hemingway und Picasso. In der Tat: Das Vorbild des Moleskine waren französische Notizbücher aus dem 19. und 20. Jahrhundert, wie sie Künstler und Schriftsteller gerne kauften. 

Doch die Nachfrage ging zurück, in den 1980ern war der Markt für Notizbücher ganz unten. Vielleicht lag es an den elektronischen Zeitplanern, deren Siegeszug zu dieser Zeit begann.1997 erkannte der kleine Verlag Modo&Modo aus Mailand diese Marktlücke, ließ den Begriff Moleskine schützen und nahm die Produktion der Notizbücher wieder auf.

Durchstarten mit einem Klassiker

Und der Erfolg war riesig! Modo&Modo konnte bis 2006 die Nachfrage kaum noch abdecken. Einfach jeder wollte so ein Notizbuch von Moleskine besitzen. Die Dinger waren ja einfach geil.

Wie jedes Massenprodukt, muss auch Moleskine einige Kritik einstecken. Dass die Papierstärke nur 70 g/qm beträgt, wird oft als Mangel angesehen, zumal andere Hersteller auf 80 g/qm oder mehr setzen. Andere vermissen perforierte Seiten zum schnellen Heraustrennen oder einen serienmäßigen Stifthalter.

Statt aus eigener Kraft zu wachsen, wurde die Expansion mit Fremdkapital finanziert und die Eigentümer mehrmals gewechselt. 2013 ging Moleskine an die italienische Börse. Ende 2016 wurde die Marke von dem belgischen Unternehmen D’Leteren gekauft und von der Börse zurückgezogen. 

Pläne für die Zukunft

Heute beschäftigt Moleskine über 500 Mitarbeiter und produziert auch Taschen, Stifte, Etuis und Lesepulte, entworfen von italienischen Designern, aber in Fernost und der Türkei produziert.

Zusammen mit einem italienischen Partner startete Moleskine 2017 ein Programm für Start-ups, die Projektvorschläge für das Notizbuch einreichen sollten. 2019 gewann die Moleskine Flow App den Apple Design-Preis für exzellentes Design und Innovation. 

Die App ermöglicht digitale Zeichnungen und Notizen wie mit mehreren Papiersorten, Farbstiften und Maltechniken. Die Flow App kann kostenlos geladen werden, allerdings gibt es den Zugriff auf alle Funktionen nur gegen Bezahlung.

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